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Wikipedia-Eintrag erstellen: Voraussetzungen, Ablauf und Regeln

Wer einen Wikipedia-Eintrag erstellen möchte, trifft zuerst auf eine einfache Hürde. Nicht jedes Unternehmen, nicht jede Person und nicht jedes Projekt darf einen eigenen Artikel bekommen. Wikipedia-Eintrag erstellen heißt: einen enzyklopädischen Text im Artikelnamensraum der freien Enzyklopädie anlegen. Der Text muss die Relevanzkriterien erfüllen, neutral formuliert sein und überwiegend mit unabhängigen, zuverlässigen Quellen belegt werden. Wer diesen Rahmen kennt, kann die eigenen Erfolgsaussichten vorab realistisch einschätzen. Das spart Zeit.

Der folgende Text begleitet Schritt für Schritt dabei, einen Wikipedia-Eintrag zu erstellen: Relevanzprüfung, konkrete Arbeitsschritte, Veröffentlichung. Dazwischen liegt viel Detailarbeit. Genau diese Details werden in Foren und Ratgebern oft unterschlagen. Sie entscheiden aber über den Erfolg.

Kurz gesagt: Einen Wikipedia-Eintrag erstellen Sie, indem Sie mit einem Benutzerkonto zuerst die Relevanz prüfen, unabhängige Belege sammeln und den Text als Entwurf in Ihrem Benutzernamensraum schreiben. Ist das Konto mindestens vier Tage alt, verschieben Sie den Entwurf in den Artikelnamensraum. Danach folgen die Sichtung und unter Umständen eine Löschdiskussion.

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Relevanz prüfen

🔑 Das Wichtigste im Überblick

  • Relevanz ist die erste Hürde: Ohne mindestens ein erfülltes Kriterium hat ein Artikel kaum Bestand.
  • Belege müssen unabhängig sein. Eigene Pressemitteilungen oder die Unternehmenswebsite zählen kaum.
  • Einen Wikipedia-Eintrag erstellen lässt sich direkt im Artikelraum oder als Entwurf im eigenen Benutzernamensraum.
  • Nach der Veröffentlichung folgen Sichtung und manchmal ein Löschantrag. Das ist normaler Teil des Prozesses.
  • Wer das eigene Unternehmen oder sich selbst beschreibt, steckt in einem Interessenkonflikt, von dem die Wikipedia-Community ausdrücklich abrät.

Bevor der erste Satz geschrieben wird, lohnt sich der Blick auf die Regeln. Sie entscheiden am Ende über Bestand oder Löschung.

Voraussetzungen, bevor Sie einen Wikipedia-Eintrag erstellen

Relevanz, saubere Quellen und ein neutraler Ton: Das sind die drei Säulen, auf denen jeder Artikel steht. Fehlt eine davon, hat der Text in der Praxis kaum eine Chance auf Bestand. Das gilt unabhängig davon, wie gut er geschrieben ist. Genau hier beginnt jede ernsthafte Vorbereitung, bevor jemand einen Wikipedia-Eintrag erstellen kann.

Für Wirtschaftsunternehmen gelten klar benannte Kriterien, die eine Relevanzprüfung einfacher machen. Die folgende Übersicht zeigt die wichtigsten Schwellenwerte, die laut Wikipedia für Unternehmen gelten:

Relevanzkriterium Schwellenwert Besonderheit
Mitarbeiterzahl mind. 1.000 Vollzeitstellen Vollzeitäquivalente zählen
Jahresumsatz mehr als 100 Mio. Euro muss belegbar sein, z. B. über Register
Börsennotierung regulierter Markt einer deutschen Börse oder gleichwertiges Segment im Ausland
Betriebsstätten 20 oder mehr nur zusammen mit Status als große Kapitalgesellschaft
Marktstellung marktbeherrschend oder Vorreiterrolle Beleg durch unabhängige Quelle nötig

Diese Kriterien gelten laut Wikipedia als „hinreichende, nicht aber notwendige“ Bedingungen. Wer keines davon erfüllt, kann über andere stichhaltige Argumente trotzdem Relevanz begründen.

Bei Personen zählt vor allem ein Eintrag in einem anerkannten biografischen Nachschlagewerk. Ebenso zählen Prominenz durch Nachrichtenereignisse oder hohe Auszeichnungen. Autorinnen und Autoren benötigen in der Regel eine gewisse Anzahl belletristischer oder Sachbuch-Veröffentlichungen in einem regulären Verlag. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler brauchen meist eine Professur. Eine Juniorprofessur reicht dafür in der Regel nicht aus. Die Hürden sind bewusst hoch.

Mindestens so entscheidend wie die Relevanz ist die Qualität der Quellen. „Die Pflicht, Informationen zu belegen, liegt bei dem, der sie im Artikel haben möchte“, heißt es in den Wikipedia-Grundsätzen zu Belegen unmissverständlich. Unternehmenswebsites, Pressemitteilungen oder Selbstdarstellungen gelten dabei nur selten als geeignete Quelle. Maßgeblich sind wissenschaftliche Publikationen, Standardwerke und unabhängige journalistische Berichterstattung. Bezahlte oder gekennzeichnete Werbeinhalte zählen nicht als Beleg. Auch Wikipedia-Artikel selbst oder von einer KI erzeugte Texte sind als Quelle ungeeignet. Ausnahmen gibt es nicht.

Der neutrale Standpunkt gehört zu den vier unveränderlichen Grundprinzipien der Wikipedia. Wörter wie „bekannt“ oder „erfolgreich“ dürfen nicht werbend verwendet werden. Jede Aussage muss sich einer zuverlässigen Quelle zuordnen lassen. Eine kurze Checkliste vor dem Schreiben erspart später viel Frust:

  • Erfüllt das Thema mindestens ein offizielles Relevanzkriterium?
  • Gibt es mehrere unabhängige, seriöse Quellen abseits der eigenen Kommunikation?
  • Lässt sich jede Zahl, etwa Mitarbeiterzahl oder Umsatz, über ein öffentliches Register belegen?
  • Kann der Text komplett ohne werbende Formulierungen auskommen?
  • Ist bekannt, dass über die Relevanz am Ende die Wikipedia-Community entscheidet und nicht die Antragstellerin oder der Antragsteller selbst?

Unsicherheit bei der Einschätzung ist normal. Wer nicht sicher ist, ob das eigene Unternehmen oder die eigene Person diese Schwelle erreicht, kann sich an eine spezialisierte Wikipedia-Agentur wenden. Dort lässt sich die Relevanzfrage vorab fachlich einschätzen, etwa über einen kostenlosen Relevanzcheck.

In sechs Schritten einen Wikipedia-Eintrag erstellen

Steht die Relevanz fest, folgt die eigentliche Arbeit am Text. Ein Wikipedia-Artikel entsteht entweder direkt im Artikelnamensraum oder zunächst als Entwurf im eigenen Benutzernamensraum. Beide Wege sind laut offizieller Wikipedia-Hilfe vorgesehen.

Direkt im Artikelraum zu starten bedeutet höheres Risiko. Der Text muss von Beginn an die Grundstandards erfüllen, sonst droht eine schnelle Löschung. Der Umweg über den eigenen Benutzernamensraum erlaubt dagegen, in Ruhe zu recherchieren und zu formulieren, bevor der Artikel öffentlich sichtbar wird. So wird vermieden, dass ein noch unfertiger Text im Artikelraum steht und dort schnell gelöscht wird. Folgende sechs Schritte strukturieren diesen Weg:

Ablauf: Wikipedia-Eintrag erstellen

  1. Benutzerkonto anlegen. Ein Konto erleichtert die Arbeit am Entwurf und ist Voraussetzung für spätere Schritte wie das Verschieben.
  2. Relevanz final prüfen. Ein Blick in die Relevanzkriterien hilft. Bei Unsicherheit lohnt sich eine Einschätzung über den Community-Relevanzcheck: eine unverbindliche Hilfe vor dem Schreiben, kein Schutz vor einem späteren Löschantrag.
  3. Quellen sammeln. Unabhängige, seriöse Belege zusammentragen: journalistische Berichte, Fachliteratur, öffentliche Register.
  4. Entwurf verfassen. Im eigenen Benutzernamensraum Einleitung, Gliederung und Einzelnachweise aufbauen.
  5. Artikel anlegen oder verschieben. Den fertigen Entwurf in den Artikelnamensraum verschieben. Das dürfen nur Konten, die mindestens vier Tage registriert sind.
  6. Sichtung abwarten. Nach dem Speichern wartet der Artikel auf die Sichtung. Solange es noch keine gesichtete Version gibt, sehen auch nicht angemeldete Leserinnen und Leser die aktuelle Fassung.

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Diese sechs Schritte lassen sich auch an Fachleute abgeben. Dort heißt es dann: Wikipedia-Eintrag erstellen lassen statt selbst recherchieren und formulieren. Die Arbeit geht an Menschen, die mit den Regeln der Plattform vertraut sind. Wichtig bleibt in jedem Fall: Ein fertig verschobener Artikel ist noch kein garantierter Bestand. Er ist erst der Anfang des redaktionellen Prozesses innerhalb der Wikipedia-Community. Danach beginnt die Bewährung.

Vor dem Entwurf: Gibt es den Artikel schon?

Ein häufiger Anfängerfehler ist ein Artikel, den es unter anderem Titel bereits gibt. Die Wikipedia-Hilfe zum Anlegen neuer Artikel nennt deshalb drei Prüfungen vor dem Schreiben:

  • Suche: das geplante Lemma ins Suchfeld eingeben und eine Volltextsuche starten. So tauchen auch Artikel auf, die das Thema unter einem anderen Titel behandeln.
  • Entwürfe anderer: Mit dem Häkchen „Benutzer“ in der Suche zeigt sich, ob jemand bereits im eigenen Benutzernamensraum am Thema arbeitet.
  • Andere Sprachversionen: Gibt es schon einen Artikel in einer anderen Sprache, lässt sich ein Importwunsch stellen. Die Kopie landet im eigenen Benutzernamensraum und dient als Ausgangspunkt. Die deutschen Relevanzkriterien gelten trotzdem.

Das Lemma, also der Titel des Artikels, soll richtig und möglichst allgemein gewählt sein. Groß- und Kleinschreibung zählen. Zum gefahrlosen Ausprobieren der Bearbeitungsfunktionen verweist die Hilfe auf die Spielwiese.

Eintrag bei Wikipedia erstellen: Hände an der Laptop-Tastatur
Sorgfältige Recherche und saubere Quellenarbeit prägen jeden guten Wikipedia-Eintrag.

Aufbau eines guten Wikipedia-Artikels

Ein sauberer Aufbau entscheidet oft darüber, ob ein Artikel ernst genommen wird. Nach den Wikipedia-eigenen Schreibrichtlinien steht das Lemma, also der Artikelgegenstand, fett im ersten Satz der Einleitung. Danach folgt eine kurze, sachliche Zusammenfassung ohne werbliche Zuspitzung.

Die Einleitung selbst trägt keine eigene Überschrift. Erst danach beginnen die thematischen Abschnitte, deren Überschriften ab der zweiten Gliederungsebene eingeordnet werden. Ein Abschnitt „Siehe auch“ steht, falls vorhanden, vor Literatur, Weblinks und Einzelnachweisen. Diese Reihenfolge legt die Formatierungsrichtlinie fest.

Stilistisch gilt: Fließtext statt Aufzählungen. Formulierungen wie „heute“ oder „derzeit“ werden vermieden, weil sie einen Artikel schnell veralten lassen. Das Ziel: Wikipedia-Artikel schreiben, der auch in fünf Jahren noch korrekt klingt. Wer diesen nüchternen Ton von Anfang an einplant, erspart sich spätere Überarbeitungen. Neutralität ist Pflicht.

Bei externen Links gilt eine klare Leitlinie: Weblinks sollten sparsam eingesetzt werden, darunter die offizielle Website des Artikelgegenstands. Reine Shop-Seiten werden dagegen nicht aufgenommen. Diese Zurückhaltung gilt ebenso für Bilder. Fremdes, geschütztes Material darf nur mit einer freien Lizenz wie CC BY-SA verwendet werden. Eine Freigabe allein „für Wikipedia“ reicht dafür nicht aus.

Grundgerüst eines Artikels im Quelltext

So sieht das Gerüst eines kurzen Unternehmensartikels im Quelltext aus. Die Einleitung steht ohne Überschrift, das Lemma ist fett, jede Aussage trägt einen Einzelnachweis:

'''Muster GmbH''' ist ein Hersteller von … mit Sitz in …<ref>Beleg</ref>

== Geschichte ==
Gründung, wichtige Stationen …<ref>Beleg</ref>

== Unternehmen ==
Mitarbeiter, Umsatz, Standorte …<ref>Beleg</ref>

== Weblinks ==
* Offizielle Website

== Einzelnachweise ==
<references />

Zwei Gleichheitszeichen ergeben eine Überschrift der zweiten Ebene, drei Apostrophe setzen das Lemma fett. Die Fundstellen aus den <ref>-Markierungen erscheinen automatisch unter „Einzelnachweise“. Kategorien kommen erst hinzu, wenn der Artikel im Artikelnamensraum steht, denn Entwürfe im Benutzernamensraum bleiben ohne Kategorien. Nach dem Verschieben wird der Artikel in mindestens eine passende Hauptkategorie einsortiert und aus thematisch passenden Artikeln verlinkt.

📊 Wikipedia-Eintrag erstellen im Faktencheck

  • Die deutschsprachige Wikipedia zählt aktuell über 3,15 Millionen Artikel (Quelle: Wikipedia-Statistik, 2026).
  • Mehr als 5,4 Millionen Benutzerkonten wurden bislang angelegt, aktiv sind davon rund 33.600 (Quelle: Wikipedia-Statistik, 2026).
  • Nur etwa 23.000 Konten besitzen Sichter-Rechte und prüfen neue Bearbeitungen auf offensichtlichen Vandalismus.
  • Relevanzkriterien gelten laut Wikipedia als „hinreichende, nicht aber notwendige“ Bedingungen: Ein einziges erfülltes Kriterium reicht in der Regel.

Was nach der Veröffentlichung mit dem Wikipedia-Eintrag passiert

Mit dem Speichern endet die Arbeit nicht. Sie beginnt in gewisser Weise erst. Ein neuer Artikel wird zunächst gesichtet. Das bedeutet lediglich, dass er frei von offensichtlichem Vandalismus ist, nicht aber, dass sein Inhalt fachlich geprüft wurde. Gibt es bereits eine gesichtete Version, sehen nicht angemeldete Leserinnen und Leser zunächst diese; bei einem noch nie gesichteten Artikel wird die aktuelle Fassung angezeigt.

Welche Fristen dabei gelten, zeigt die folgende Übersicht:

Vorgang Frist Hinweis
Schutzfrist für neue Artikel mindestens 1 Stunde vor einem regulären Löschantrag
Löschdiskussion 7 Tage Entscheidung durch Administrator nach Argumenten
Kontoalter fürs Verschieben mindestens 4 Tage erst dann ist ein Verschieben in den Artikelraum möglich
Sichtungsantrag nach 24 Stunden ohne Sichtung kann aktiv angefragt werden

Jeder Benutzer darf einen Löschantrag stellen. Neue Artikel erhalten vorher allerdings mindestens eine Stunde Zeit. Die anschließende Löschdiskussion läuft sieben Tage, bevor eine Administratorin oder ein Administrator entscheidet. Dabei gilt ausdrücklich: „Löschdiskussionen sind keine Abstimmungen“, sondern werden anhand der vorgebrachten Argumente entschieden. Belege wiegen schwerer als Meinungen.

Deutlich schneller geht es bei der Schnelllöschung. Sie greift nur in eindeutigen Fällen: offensichtliche Werbung, zweifelsfreie Irrelevanz oder erkennbar KI-erstellte Texte. Auch die englischsprachige Wikipedia hat 2025 eine angepasste Richtlinie zur Schnelllöschung eingeführt, die auf typische KI-Formulierungen wie „Als großes Sprachmodell“ oder „Hier ist Ihr Artikel über“ abzielt.

Häufige Löschgründe sind neben KI-generierten Texten vor allem fehlende Relevanz, unzureichende Belege und werblicher Tonfall. Die Checkliste aus dem ersten Abschnitt reduziert dieses Risiko spürbar. Gegen eine Schnelllöschung ist im Übrigen Einspruch möglich. Auch nach einer regulären Löschung lässt sich über eine Löschprüfung eine zweite Einschätzung einholen.

Wikipedia-Artikel erstellen – Erklärvideo von Wikimedia Deutschland

Interessenkonflikt: Wenn das eigene Unternehmen zum Thema wird

Wer einen Eintrag über das eigene Unternehmen oder die eigene Person verfasst, steckt automatisch in einem Interessenkonflikt. Die Wikipedia-Community rät von der Artikelanlage im Interessenkonflikt generell ab. Das geschieht nicht aus Prinzip gegen die Betroffenen. Nähe zum Thema erschwert schlicht die geforderte Distanz und Neutralität.

Verbesserungsvorschläge gehören trotzdem nicht in den Papierkorb. Wer Änderungen an einem bestehenden Artikel anregen möchte, bringt sie auf der Artikeldiskussionsseite ein. Dort lassen sich Änderungswünsche begründen und mit vier Tilden signieren, statt direkt im Artikel selbst zu ändern. Für Anliegen von Betroffenen, etwa bei einer Verletzung von Persönlichkeitsrechten, gibt es das ehrenamtliche Support-Team der Wikipedia. Es besitzt allerdings keine Weisungsbefugnis und gibt nur unverbindliche Auskünfte. Eine Einordnung zum Thema eigenen Wikipedia-Eintrag erklärt, warum professionelle Unterstützung in dieser Konstellation häufig der nüchternere Weg ist.

Am Ende zählt Sorgfalt. Wer einen Wikipedia-Eintrag erstellen will, prüft zuerst die Relevanz, sammelt dann unabhängige Quellen und schreibt erst danach. In genau dieser Reihenfolge. Ob Ihr Thema die Kriterien erfüllt, zeigt der kostenlose Relevanzcheck.

Wikipedia-Artikel anlegen: Bibliothek mit unabhängigen Quellen
Unabhängige, seriöse Quellen bilden das Fundament jedes belastbaren Wikipedia-Eintrags.

Häufig gestellte Fragen: Wikipedia-Eintrag erstellen

Was ist eigentlich Wikipedia?
Wikipedia ist eine gemeinschaftlich erstellte, freie Online-Enzyklopädie mit mittlerweile über 3,15 Millionen Artikeln in der deutschsprachigen Ausgabe (Quelle: Wikipedia-Statistik, 2026). Inhalte entstehen durch ehrenamtliche Autorinnen und Autoren und unterliegen festen Regeln zu Relevanz, Belegen und Neutralität. Verändert oder ergänzt werden kann praktisch jeder Artikel, allerdings nur innerhalb dieser Richtlinien.
Warum kann ich meinen Artikel nicht mit anderen Wikipedia-Einträgen vergleichen?
Weil jeder bestehende Artikel zu einem anderen Zeitpunkt nach anderen Maßstäben entstanden ist und selbst fehlerhaft oder veraltet sein kann. Ein bestehender Artikel ist daher kein verlässlicher Präzedenzfall für die eigene Relevanz oder den eigenen Aufbau. Maßgeblich sind ausschließlich die aktuellen Relevanzkriterien und Richtlinien, nicht das, was bei anderen Themen einmal akzeptiert wurde.
Wie kann ich einen Wikipedia-Eintrag anlegen, ohne sofort angemeldet zu sein?
Einen Text können Sie zwar offline vorbereiten. Einen eigenen Benutzernamensraum für Entwürfe gibt es aber nur mit Konto, und für das Verschieben in den Artikelnamensraum muss das Konto mindestens vier Tage registriert sein. In der Praxis empfiehlt sich daher, vor dem ersten Entwurf ein Benutzerkonto anzulegen.
Gibt es eine Garantie, dass ein neuer Wikipedia-Artikel online bleibt?
Nein, eine solche Garantie gibt es grundsätzlich nicht. Über Bestand oder Löschung entscheidet ausschließlich die Wikipedia-Community anhand der Relevanzkriterien und der Qualität der Belege. Selbst ein sorgfältig recherchierter Artikel kann Gegenstand eines Löschantrags werden. Über einen regulären Löschantrag wird nach einer siebentägigen Diskussion entschieden.
Kann ich einen Wikipedia-Eintrag auch in einer anderen Sprache erstellen?
Ja, allerdings gelten dort jeweils eigene Regeln: Die deutschen Relevanzkriterien gelten ausdrücklich für die deutschsprachige Wikipedia. Die englischsprachige Wikipedia verlangt beispielsweise „significant coverage in multiple reliable secondary sources“. Anders als die deutschsprachige Ausgabe kennt sie aber keine festen Schwellenwerte für Mitarbeiterzahl oder Umsatz.
Was mache ich, wenn mein Artikelentwurf abgelehnt wird?
Nach einer Ablehnung oder Löschung lässt sich über die Löschprüfung eine zweite, unabhängige Einschätzung einholen. Zunächst empfiehlt es sich, den löschenden Administrator direkt anzusprechen und die Gründe zu klären. Oft hilft außerdem eine überarbeitete Quellenlage, bevor ein zweiter Versuch gestartet wird. Wer erneut einen Wikipedia-Eintrag erstellen möchte, wartet am besten auf neue Belege. Geduld zahlt sich hier aus.

Fazit in einem Satz: Relevanz zuerst. Dann Belege. Dann Stil. Diese Reihenfolge entscheidet darüber, ob sich der Aufwand lohnt, einen Wikipedia-Eintrag erstellen zu wollen. Wer sie einhält, startet mit realistischen Erwartungen in den Prozess. Am Ende zählt nicht der erste Entwurf, sondern ein Artikel, der Relevanz, Belege und Neutralität sauber zusammenführt. Genau das macht einen Wikipedia-Eintrag erstellen zu einem Vorhaben mit echten Erfolgsaussichten, wenn Relevanz und Belege von Anfang an mitgedacht werden.



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